Transarterielle Chemoembolisation (TACE)

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Die Transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein mininimal-invasives, radiologisches Verfahren zur Behandlung von Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinoms / HCC) und in Einzelfällen auch von Lebermetastasen anderer Tumore. Seit über einem Jahr wird es auch im Merseburger Klinikum durchgeführt.

Auszug aus der Pressemitteilung:

Mikrokügelchen als neuartige Therapieoption am Carl-von-Basedow-Klinikum

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Die Transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein mininimal-invasives, radiologisches Verfahren zur Behandlung von Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinoms / HCC) und in Einzelfällen auch von Lebermetastasen anderer Tumore. Seit über einem Jahr wird es auch im Merseburger Klinikum durchgeführt.

Ähnlich der Herzkatheteruntersuchung bzw. Angiographie wird zunächst ein sehr feiner Mikrokatheter über das Blutgefäß in der Leistenbeuge eingeführt und bis in die Lebergefäße vorgeschoben. Viele Lebertumore haben die Eigenschaft, um sich herum vermehrt Blutgefäße zu bilden, damit sie sich selbst optimal mit Nährstoffen versorgen können.

Die vermehrte Durchblutung des Tumors macht man sich zu Nutze, indem gezielt diese Gefäße mit einem Gemisch aus verstopfenden Kügelchen (Beads) und einem Chemotherapeutikum von der Tumorversorgung abgeschnitten werden. Der Wirkstoff (Chemotherapeutikum) verbleibt somit lange im Tumor und kann bereits in geringer Dosis eine hohe Wirkung direkt vor Ort erreichen. Die Blutzufuhr des Tumors wird unterbrochen. Die Krebszellen sterben ab.

Das gesunde Lebergewebe wird weiterhin über feine Äste der Pfortader versorgt und bleibt erhalten.

„Seit Januar 2013 führen wir diese Therapie mit Erfolg für ausgewählte Patienten durch“, erläutert Dr. Andreas Grothe, Chefarzt der Funktionsabteilung für Radiologische Diagnostik und Intervention. „Unsere TACE-Patienten haben eine sehr begrenzte Lebenserwartung und wissen dies. Wir sprechen alle Fragen ganz offen an. Nur in seltenen Fällen zerfällt ein Tumor komplett. Möglich ist aber eine Verkleinerung des Tumors und das Verhindern von weiteren Metastasen. Damit wird die Lebenserwartung verlängert. Darüber hinaus sind die Nebenwirkungen im Vergleich zur Ganzkörperchemotherapie viel geringer. Unsere Patienten klagen kaum über zusätzliche Beschwerden“, berichtet der erfahrene Radiologe.

„Das Prozedere ist ganz einfach“, ergänzt sein Oberarzt Dr. Moritz Schneider. „Wenn die Patienten zu uns ins Klinikum kommen werden zunächst alle Voruntersuchungen durchgesehen und gegebenenfalls eine aktuelle Computertomographie der Leber durchgeführt. Mit Hilfe der daraus erstellten dreidimensionalen Bildern von Leber und Gefäßen wird das Zielgebiet für die Chemoembolisation festgelegt. Die Kathetertherapie in örtlicher Betäubung, der sogenannten Lokalanästhesie, dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Meist kann der Patient das Klinikum am dritten Tag verlassen. Nach sechs bis acht Wochen erfolgt die Kontrolluntersuchung mittels Computertomographie. Lassen sich dabei noch Tumorreste nachweisen, kann die Untersuchung (TACE) mehrfach wiederholt werden. Erforderlichenfalls ist eine Ganzkörpertherapie mit Medikamenten möglich, unter Umständen auch die Kombination beider Verfahren. In unserer interdisziplinären Tumorkonferenz wird individuell die optimale weitere Vorgehensweise für jeden Patienten mit den Kollegen der betreffenden Fachabteilungen besprochen.“

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